Episode 32 - Sturm und Regen

Nun haben Verena und Sakura von den ersten Abenteuern, ihrer Freunde, in der Digiwelt erfahren. Sie wissen nun, das die Geschwister viel mehr Leid erfahren mussten wie sie selbst. Denn Misaki und Takuya mussten viel mehr Digimon töten damals... und doch bleiben sie so cool. Ist das nur eine Fassade oder haben sie wirklich damit abgeschlossen?

Wieder beginnt ein neuer Tag, doch diesmal sieht alles betrübter aus. Es regnete in Strömen und der Wind dazu machte es unmöglich lange draußen zu bleiben. So beschlossen die Kinder, per Telefon, dass sie zu Hause bleiben und jeder für sich darüber nachdenkt wie sie zurück in die Digiwelt kämen.

>Miki? Takuya? Was flüstert ihr denn so?< fragte Frau Yô skeptisch, denn sie wusste nur zu gut, dass ihre Kinder etwas vorhatten. >N-Nichts!< antwortete Misaki schnell. >Miki komm mal mit, ich habe in meinem Zimmer noch was für dich!< sagte Takuya und ging nach oben. Misaki lächelte ihre Mutter an und verschwand dann ebenfalls. >Was ist nur mit den Beiden? Seit der Party von den Mädels sind sie komisch drauf..< meinte Frau Yô und ging wieder in die Küche.

>Was hast du denn Onii-chan?< wollte Misaki wissen, denn sie dachte, das ihr Bruder wirklich etwas für sie hatte. >Ich habe doch nichts! … Ich wollte nur nicht, das Mum weiter nachhakt.< erklärte er. Misaki fing an zu lachen und holte dann Gatomon aus ihrem Zimmer. >So, nun sind wir komplett!< sagte sie und setzte sich auf Takuya's Bett. >Na dann mal los!< plapperte Agumon und lies sich auf dem Boden nieder. Gatomon sahs auf Misakis Schoß und Takuya auf seinem PC-Stuhl. >Hast du eine Idee auf welchem Wege wir zurück in die Digiwelt kommen?< fragte Takuya. >Lass uns doch einmal darüber nachdenken wie wir das erste mal dort hingelangten...< meinte Misaki. >Durch ein Licht, welches in uns hinein huschte.< erwiderte Takuya. >Genau... und als ich mit Sakura und Verena dort hin bin... waren wir von gleißendem Licht umhüllt.< sagte Misaki nachdenklich. >Also auch durch Licht... aber wir haben dieses Licht ja nicht absichtlich herbei geholt.< antwortete Takuya. >Nein... es kam, weil die Digiwelt uns brauchte...< meinte Misaki darauf. >Aber... denkt doch mal weiter! Wie seit ihr wieder nach Hause gekommen?< mischte sich Gatomon ein. >Durch das Rosentor!< antwortete Takuya prompt. Gatomon nickte und sah Misaki an. >Das letzte mal, sind wir durch ein riesiges Tor unterhalb einer Pyramide gegangen...< meinte das Mädchen. >Riesiges Tor?? Was ist mit dem Rosentor?< wollte Takuya verwirrt wissen. >Weiß ich nicht... ich wusste zwar das in der Pyramide das heilige Tor steht... aber es war nicht das Rosentor.< entgegnete Misaki. > Aber es war doch das Rosentor... hast du nicht diese übergroße Rose auf dem Tor gesehen?< fragte Gatomon. >N-Nein … hab ich wirklich nicht... aber vielleicht waren wir auch alle mit den Nerven am Ende... außerdem wars dunkel!< versuchte Misaki sich herauszureden. >Egal! Deswegen haben wir immer noch keine Lösung...< sagte Takuya und schaute Nachdenklich und Ernst aus dem Fenster. Misaki tat es ihm gleich.

Sakura wollte gerade in ihr Zimmer gehen, als ihre Mutter sie ansprach. >Hey Saku... heute steht der Hausputz an! Und du musst mir helfen.< sagte sie ernst, weil sie wusste das Sakura garantiert keine Lust dazu hatte. >Aber.... Mum!... Ich ...< entgegnete ihr das Mädchen. >Nichts aber! Ich musste schon das letzte Mal alleine putzen!< schimpfte ihr Mutter. >Aber... das ganze Haus?... oder nur unsere Wohnung?< fragte Sakura deprimiert. > Den kompletten Hausflur. Den Dachboden, den Keller UND unsere Wohnung! Dazu gehört auch Wäsche waschen!< erklärte Frau Zephir. Sakura hasste es Wäsche zu waschen. >Neiheiiin... okay... Aber ich muss nicht alleine Putzen oder???< wollte Sakura hektisch wissen. >Na ja... ich muss jetzt erst mal zur Arbeit und schauen ob wir den Laden heute überhaupt öffnen. Aber danach werd ich Einkaufen... ich versuche mich zu beeilen. Fang doch am besten auf dem Dachboden an und arbeite dich nach unten. Vielleicht bin ich ja dann wieder da, wenn du mit der Wohnung beginnst, dann helf ich dir!< meinte Sakuras Mutter und grinste sie an. Sakura schaute ihr genervt ins Gesicht, bevor ihre Mutter sich anzog. >Sei vorsichtig! Das Wetter ist unkontrollierbar!< sagte Sakura , bevor ihre Mutter ging.

Und wie sieht es bei Verena aus? Das Mädchen sahs gemütlich auf dem Sofa und sah fern. >Wir sollten langsam mal nachdenken!< sagte Hawkmon. >Ich denke doch schon!< erwiderte Verena und stopfte sich Chips in den Mund. Hawkmons Bauch knurrte schon eine ganze Weile, doch Verena bemerkte dies nicht. Auf einmal digitierte Hawkmon zurück. >Hawkmon?< nun hatte es Verenas Aufmerksamkeit. >Nein... Nun bin ich Poromon... ich hab Hunger!!< sagte das kleine schwarze Digimon. >Hunger? Oh wir haben ja noch gar nicht gefrühstückt.< bemerkte das Mädchen. Poromon sah sie böse an, denn Verena hatte ja Chips. Plötzlich tauchten ihre kleinen Schwestern auf und nahmen Verena die Fernbedienung weg. >Ey was soll das?? Ich wollte diese Sendung schauen!< schimpfte Verena. >Pech! Papa hat gesagt, wir dürfen jetzt schauen!< antwortete ihr, ihre kleine Rothaarige Schwester. Verena schnappte sich Poromon und ging beleidigt in ihr Zimmer. >Du wartest hier! Ich hole schnell was zu essen für dich.< meinte das Mädchen und Poromon nickte. Nach einigen Minuten, kam Verena auch schon wieder und Poromon aß sich erst mal richtig satt. Verena legte sich auf ihr Bett und schlief sofort ein. >Wie kannst du jetzt schlafen?? Außerdem... bist du erst aufgestanden!< schimpfte Poromon und sprang ihr auf den Rücken, doch Verena ließ sich nicht stören. Sie drehte sich um und schlief weiter. Poromon setzte sich aufs Fensterbrett und sah traurig nach draußen.

Mittlerweile ist es Nachmittag geworden und es Regnete und Stürmte immer noch draußen. Sakura wollte jetzt erst mal Pause machen und dann mit der Wohnung beginnen, doch da kam auch schon ihre Mutter. >Und? Wie weit bist du?< fragte diese Frech. >Ich wollt jetzt was essen und danach mit der Wohnung beginnen.< antwortete Sakura und streckte ihrer Mutter die Zunge entgegen. >Du warst so langsam??< fragte ihre Mutter skeptisch. Das Mädchen schaute sie beleidigt an und warf ihr ein Kissen an den Kopf. >Du sollst nicht noch mehr Unordnung machen! Jetzt mach dir erst mal was zu essen und ich fange schonmal mit dem Bad an.< meinte Frau Zephir und schmiss das Kissen zurück.

>Takuya!! Misaki! Kommt mal eben runter! Eure Mutter hat euch Kuchen gemacht!< rief eine männliche Stimme. Dies musste ihr Vater sein. Die Kinder kamen herunter und begrüßten ihn freundlich. >Hey Paps! Wie sieht es draußen aus?< wollte Misaki wissen. >Genau so schlecht wie heut Morgen... wir haben die Firma geschlossen. Viele der Mitarbeiter konnten gar nicht erst kommen, viele wichtige Mitarbeiter und aus diesem Grund bleibt die Firma heut dicht. Hoffentlich hört das bis morgen auf.< antwortete ihr Vater und ging dann ins Wohnzimmer. Misaki sah Takuya an und gemeinsam gingen sie hinterher. >Wahaaaa!! eine Erdbeer-Torte!!!< Misaki war aus dem Häuschen und Takuya musste lachen. Gemeinsam mit ihren Eltern, aßen die Kinder den Kuchen und versuchten über normale Dinge zureden. Später nahmen die beiden jeder noch ein Stück mit hoch, für ihre Digimon.

Endlich wachte auch Verena mal wieder auf. >HUNGER!< schrie sie und Poromon viel vom Bett. Sofort kamen ihre Eltern herein gestürmt. >Was ist los??< wollten sie besorgt wissen. >Ich hab Hunger!< jammerte Verena und hielt sich den Bauch. Poromon versuchte sich nicht zu bewegen. >Deswegen schreit man aber nicht so, Junge Dame!< schimpfte ihr Vater. >Wir haben dir was vom Mittag aufgehoben, aber wenn du dich nicht beeilst, wird dies dein Abendbrot.< sagte ihre Mutter und ging hinaus. >Oh Nein!!< schnell rannte das Mädchen hinterher und vergaß ihr Digimon.

>Endlich fertig!< Sakura war sichtlich erschöpft. >Wurde auch Zeit< sagte ihre Mutter und ging an den Herd. >Machst du jetzt Abendbrot?< wollte das Mädchen wissen. >Natürlich immerhin ist es schon spät, weil du so trödeln musstest!< neckte Frau Zephir ihre Tochter. //Wenn sie nicht meine Mutter wäre, würde ich sie jetzt am liebsten umbringen// Sakura war stinksauer. >Ich bin Schuld? Wer musste denn unbedingt in den Laden gehen? Was hast du eigentlich solange gemacht? Du meintest doch vorhin der Laden bliebe zu.< fragte Sakura nun skeptisch. >Also... ich... ich war noch bei einer Arbeitskollegin.< sagte ihre Mutter und drehte sich weg. >Na danke! Ich bin erst mal in meinem Zimmer verschwunden, ruf mich wenn das Essen fertig ist.< erwiderte Sakura und tappste zu ihrer Zimmertür. Frau Zephir nickte und holte dann den Topf hinaus.

Das Fazit von diesem Tag ist, außer Misaki und Takuya hatte sich keiner Gedanken gemacht. Doch als der nächste Tag anbrach und es immer noch Regnete und Stürmte, machten sich die Kinder sorgen.

>Was ist... wenn ein Digimon an dem Wetter Schuld hat?< fragte Misaki die anderen am Telefon. >Meint ihr echt?< wollte Verena wissen. >Da könnte was dran sein. Meinte Gennai nicht, dass das Tor zur Digiwelt offen steht?< erwiderte Sakura. >Dann sollten wir schleunigst herausfinden, wer das ist.< meinte nun Takuya und nahm Misaki den Hörer aus der Hand, diese schaute ihn beleidigt an. >Wo sollen wir suchen?< wollte Verena wissen. >Wieso gehen wir nicht dort hin, wo man unsere ganze Stadt überblicken kann?< antwortete Sakura. >Der Fernsehturm!< sagten Misaki und Gatomon gleichzeitig. Somit war es beschlossen. Da die Kinder jedoch nicht hinaus durften, schlichen sie sich einfach raus.

Als sich alle am Fernsehturm wieder fanden, gingen sie sofort hinein. >Wir gehen ganz hoch. Von dort haben wir den besten Ausblick.< sagte Verena und lief zu den Treppen. Seit einigen Tagen war der Aufzug kaputt. Hatte das irgendwas mit den Bakemon zu tun gehabt? Misaki erinnerte sich nur ungern an den Tag, denn sie wurde ja von den Geister Digimon entführt.

>Wahnsinns Ausblick! Ich freu mich jedes mal wieder.< meinte Verena. >So schön ist das heute gar nicht.< erwiderte Sakura und legte eine Hand auf die Scheibe. Misaki ging einmal im Kreis, an der Scheibe entlang, und machte eine schlimme Entdeckung. >ICH HABS!< rief sie. Sofort waren die anderen neben ihr. >Das Digimon, dass hierfür verantwortlich ist, ist hier!< sagte Misaki prompt. Die Kinder schauten sich verwirrt in jede Richtung um. >Doch nicht in dem Raum.< Misaki hielt sich die Hand vors Gesicht. >Wo dann Miki?< wollte ihr Bruder wissen. >Auf dem Dach!< antwortete Misaki und deutete nach oben. >Dann sollten wir es am besten runter holen. Poromon!< sagte Verena, doch ihr Digimon schüttelte mit den Kopf. >Darf ich?< fragte Biyomon ihre Partnerin und diese nickte. Sie rannten wieder herunter und standen nun vor dem Eingang. Sakura hielt ihr DigiVice auf Biyomon. >Biyomon digitiert zuuu Birdramon! Ich hole es jetzt vom Dach!< und schon flog das Digimon hinauf.

Es dauerte nicht lange da merkten die Kinder, das der Regen nachließ und etwas vom Himmel fiel. >Das wird doch nicht!< sagte Sakura erschrocken. Aber es war nicht Birdramon, sondern ein anderes Digimon. >Wer ist das???< wollte Verena wissen. Poromon sah Gatomon an und diese wusste Antwort. >Das ist Lanamon.< sagte das kleine Digimon. >Auf welchem Level ist es?< fragte Misaki. >Es ist ein Hybrid Digimon!< erklärte Gatomon. >Hybrid?< Die Kinder waren verwirrt. >Ich weiß leider auch nicht mehr darüber.< meinte Gatomon hilflos. >Was ist das dort?< Poromon zeigt auf Lanamons Rücken. >Da steckt was schwarzes in ihrem Rücken!...IEHK! Ist das vielleicht das, was ich gestern gesehen hab???< sagte Misaki erschrocken. Gatomon sprang sofort vor Lanamon und setzte ihre Katzenaugen ein. Agumon zog das Schwarze Ding hinaus, es war ein Zahnrad! Gerade als es weg fliegen wollte, setzte Agumon die kleine Flamme ein und es verpuffte. >Das...< Sakura war geschockt. >Die neue Gefahr ist...< begann Misaki. >... ein Schwarzes Zahnrad.< beendete Takuya ihren Satz. >Und jetzt?< wollte Verena wissen. >Halten wir die DigiVices in Lanamons Richtung.< sagte Misaki instinktiv und fing an. Die anderen wunderten sich, aber taten es dann auch. Lanamon stand plötzlich im Licht und verschwand. Ob es nun in der Digiwelt war. Die Kinder waren sich sicher.

>Wir sollten gehen. Nicht das sich unsere Eltern Sorgen machen.< sagte Sakura plötzlich und wollte sich schon umdrehen als direkt vor Takuya etwas erschien. >Ein Amulett!<->Und ein Wappen!< sagten Misaki und Verena. Takuya hielt die Hände auf und es fiel hinein. >Jetzt hab ich auch...< begann er, aber stockte dann. >Verdammt! Onii-chan! Wir müssen nach Hause. Mum und Paps wollten heute einen Spiele Tag machen! Und wenn wir nicht da sind...< sagte Misaki erschrocken. Also begaben sich alle nach Hause.

Das Unwetter ist vorbei, Lanamon ist wieder in der Digiwelt und Takuya besitzt nun ebenfalls Amulett und Wappen... wird es zum Einsatz kommen?? Wir werden es sehen. <3