Episode 36 - Für unsere Freunde!

Die Kinder hatten nun endlich DemiDevimon gefunden und mit ihm auch einen weiteren Digiritter: Akiko Sakuraba aus Osaka mit ihrem Palmon. Sie ist die letzte der 6 auserwählten Digiritter und besitzt das Wappen des Wunders. Jetzt gibt es nur noch eine Hürde zu überwinden. Einfach von zuhause abhauen oder die Eltern weiterhin überreden das sie verreisen dürfen?

>Rena? Was ist los? Weshalb bist du so aufgebracht?< fragte Misaki, als Verena anrief. >Meine Eltern wollten mich nicht mehr gehen lassen. Mama und Papa haben mir einfach nicht zugehört! Da habe ich ihnen Hawkmon vor die Nase gehalten, die beiden waren so erschrocken das sie mich eingesperrt haben.... Doch das lasse ich nicht mit mir machen! Ich bin einfach abgehauen und weiß gerade nicht wo ich hin soll.< erklärte das Mädchen verzweifelt. Es klang so als würde sie weinend durch die Gegend rennen. >Wo steckst du gerade Rena?< wollte Misaki besorgt wissen. >Ich hab keine Ahnung ich bin einfach in die Innenstadt gerannt.< antwortete das Mädchen. In diesem Moment klingelte es an der Tür. Misaki hörte wie Sakura ihre Eltern und auch ihren großen Bruder begrüßte. >Komm hier her. Dann können wir gemeinsam eine Lösung finden.< sagte Misaki und winkte Sakura zu, als diese in das Wohnzimmer blickte. >Nein! Meine Eltern würden als erstes bei euch nachschauen, sobald sie merken das ich weg bin.< erklärte Verena und legte dann sofort auf. >RENA!!< Misaki sah auf ihre Telefon, doch es piepte nur noch kurz. >Was ist passiert?< fragte ihre Mutter. >A-Ach nichts! Kura, Takuya? Kommt ihr mal bitte mit?< erwiderte Misaki schnell und ging die Treppe hinauf. Takuya und Sakura schauten sich verwirrt an, folgten ihr aber dann.

Sakura schloss die Tür von innen und ging direkt zum Balkon, von dort aus kam Biyomon herein. >Was hat deine Mutter gesagt?< wollte Takuya sofort wissen. >Sie hat mir erlaubt in die Digiwelt zu gehen.< sagte das Lila-haarige Mädchen und setzte sich auf einen Stuhl. >Wirklich? Wie hast du das geschafft?< fragte Takuya verwirrt. >Ich habe ihr erklärt das ich gar nicht bei Keiichi war. Sondern was wirklich passiert ist. Meine Mutter hatte mir sowieso von Anfang an nicht geglaubt und sie hat auch Biyomon entdeckt. Erstaunlicher Weiße hatte sie keine Angst vor dem kleinen Digimon. Ich musste ihr alles erzählen, auch das Biyomon mich immer beschützt hat und ich eigentlich nur durch meinen Partner gesund vor ihr stand. Erst dachte ich, das sie mich anschreien oder entsetzt schauen würde. Aber sie hat alles gefasst genommen und meinte dann, das sie mich sowieso nicht aufhalten könne. Ich habe ihre volle Unterstützung.< erklärte Sakura und bemerkte dann Misakis Besorgen Blick. >Was hast du Miki?< fragte das Mädchen. >Verena... Verena ist von Zuhause abgehauen.< sagte Misaki und sah die anderen traurig an. >Was? Wieso??< Sakura sprang erschrocken auf. >Sie sagte, das ihre Eltern sie nicht gehen lassen wollten, daher hat sie ihnen Hawkmon gezeigt. Doch das machte sie wohl noch wütender. Sie hatten sie eingesperrt, doch Verena ist daraufhin abgehauen. Sie läuft jetzt irgendwo in der Innenstadt herum.< erklärte Misaki besorgt. >Warum kommt sie denn nicht hier her?< wollte Takuya wissen. >Weil ihre Eltern zu erst hier her kommen würden. Ist doch klar! Meine Mutter hatte auch hier angerufen, als ich verschwunden war.< antwortete ihm Sakura. >Wir sollten sie suchen gehen.< schlug Gatomon vor. >Zuerst müssen wir die Erlaubnis bekommen.< sagte Misaki. >Aber wie?< wollte Agumon wissen. >Spielen wir mit offenen Karten oder lügen wir sie an?< wollte nun auch Takuya wissen. >Ich würde es mit der Wahrheit versuchen. Schlechter als ein ‚Nein‘ kann es nicht werden.< meinte Misaki. >Ich rufe meine Mutter an. Sie kann uns helfen!< sagte Sakura und zückte ihr Handy. >Das wird nicht nötig sein, Kura. Schau doch mal aus dem Fenster.< sagte Biyomon. Sie tat was man ihr sagte. >Mama? Warum?< Sakura war verwirrt. >Ist doch wirklich passend.< meinte Agumon. >Okay dann sage ich Akko und Keiichi Bescheid. Sie sollen nach Verena suchen. Geht ihr schon mal runter!< sagte Misaki und nahm ihr Telefon in die Hand. Die anderen nickten und begaben sich aus dem Zimmer. Misaki wählte die Nummer von Keiichi.
~Tut, Tut, Tuuu-t.~
>Misa-chan? Was gibt es?< fragte der Junge sofort. >Was haben deine Eltern gesagt?< wollte Misaki wissen. >Sie meinten, solang ich bei dir und den anderen bin, dürfte ich verreisen! Sie vertrauen dir und Takuya. Warum?< erklärte er. Misaki sah ungläubig ihr Telefon an und fragte sich, was er für Eltern hatte. >Das ist gut! Könntest du bitte nach Verena schauen? Sie rennt irgendwo verzweifelt in der Innenstadt herum. Sie ist verloren so ganz allein!< erklärte Misaki. Ohne weitere Fragen, war er einverstanden und machte sich sofort auf den Weg. Danach rief sie sofort bei Akko an, welche natürlich auch gleich mit von der Partie war. Misaki nickte sich selbst zu und drehte sich dann zu den drei Digimon. >Jetzt seid ihr an der Reihe, kommt mit.< sagte sie.

Unten angekommen hörten sie sofort heftige Diskussionen. Biyomon, Agumon und Gatomon blieben noch im Hintergrund, als Misaki den Raum betrat. >Miki! Sag das, dass alles nicht wahr ist!< sagte ihr Mutter sogleich. >Was ist nicht wahr?< wollte das Mädchen wissen. >Das ihr mit solchen Monstern befreundet seid.< antwortete ihr Vater. >Wir sind nicht mit Monstern befreundet. Sondern mit Digimon! Unseren Partnern. Seht sie euch an und ihr wisst das es keine Monster sind!< erklärte Misaki und zeigte zur Tür. Ihre Eltern schluckten und schauten gebannt zum Eingang. Als erstes betrat Biyomon den Raum und ging zu Sakura und dessen Mutter. >Darf ich vorstellen? Das ist Biyomon, Sakuras Partnerin.< erklärte Misaki. Das kleine Digimon sah Sakura und ihre Mutter an, welchen den Blick lächelnd erwiderten. >Hitomi, du bist auf ihrer Seite?< wollte Frau Yô wissen. >Ich habe mir Sakuras Geschichte angehört und vertraue ihr voll und ganz. Wären die Kinder und ihre Digimon nicht gewesen, wären immer noch Bakemon, ich meine diese Geister hier in der Stadt. Und nicht nur diese, auch Lanamon, welche diesen starken Regen verursacht hatte. Sakura und ihre Freunde bringen wieder Frieden in unsere Welt. Da bin ich mir sicher.< erklärte Frau Zephir. Sakura freute sich, das sich ihre Mutter für sie einsetzte. >Aber du bringst sie damit in Gefahr! In dieser anderen Welt gibt es noch mehr solcher Monster!!< erwiderte Frau Yô. >Ich vertraue auch Biyomon. Es wird meine Tochter beschützen, komme was wolle.< sagte Frau Zephir. >Aber...< Frau Yô sah ihren Mann an, der da stand und überlegte. >Mum, Dad. Schaut mal!< sagte Misaki ruhig und zeigte erneut zur Tür. Diesmal betraten Agumon und Gatomon den Raum. >EIN MONSTER!< schrie Frau Yô los. >Nein, nein!!! Das ist Agumon!! Takuyas Partner! Er ist ganz lieb. Und sie hier, heißt Gatomon und ist meine Partnerin!< Misaki versuchte ihre Mutter zu beruhigen und stellte die anderen beiden vor. >Das sieht aus wie eine Katze...< Frau Yô konnte keine Angst vor Gatomon haben. >Ja das ist sie. Aber wenn sie Digitiert... wird sie zu einem Engel. Sie hat mir schon oft das Leben gerettet. Unter anderem als ich von den Bakemon entführt wurde. Ohne sie, hätte mich Devimon umgebracht. Das klingt hart, aber ja, es gibt bösartige Digimon. Aber genau deshalb müssen wir zurück in die Digiwelt.< erklärte das Mädchen. >Zurück?< nun mischte sich auch ihr Vater ein. >Wisst ihr noch, wie wir ins Koma gefallen sind?< fragte Takuya. >Ihr wart draußen als es einen Knall gab, wir machten uns natürlich Sorgen um euch und sind sofort losgegangen um euch zu suchen. Nach einem weiteren Knall, fanden wir euch an einem großen Loch. Es müssen wohl Meteoriten gewesen sein. Ihr wart verletzt und bewusstlos. Im Krankenhaus wurden eure Wunden versorgt, doch ihr seit daraufhin ins Koma gefallen. Ein Jahr lang haben wir euch jeden Tag besucht. In der Hoffnung das ihr wieder aufwacht, es war so schrecklich.< erklärte ihre Mutter und begann zu weinen. >Zu der Zeit waren wir in der Digiwelt.< sagte Takuya darauf. >Ihr wart was?< Herr Yô sah sie erschrocken an. >Wir wussten gar nicht, das es noch einmal geknallt hat. Wir haben nur ein Licht gesehen und im nächsten Moment standen wir in einer Fremden Welt. Eigentlich dachten wir, das wir mit unserem Körper dort gewesen wären.< erklärte Misaki. >Das waren wir in gewisser Weise auch. Wären wir dort gestorben, wären wir auch hier gestorben!< meinte Takuya. Frau Yô weinte weiterhin, sie war fertig mit den Nerven. >Mum, so hör doch auf zu weinen! Unsere Digimon, Agumon und Gatomon, haben uns die ganze Zeit über beschützt. Wir haben die Digiwelt vor der Zerstörung gerettet und konnten dann wieder in unsere Welt. Jedoch haben wir unser Gedächtnis verloren und wussten lange Zeit nicht was passiert war. Daher war es auch für uns verständlich das wir im Koma lagen. Doch die Digiwelt brauch uns erneut!< erklärte Misaki ruhig und sah wie ihre Mutter sich beruhigte. Ihr Vater nickte nur, als wenn er alles in sich aufnahm und sich dann eine Meinung bilden wollte. >Dieses Mal werden wir das Böse ganz besiegen!! Und sowohl die Digiwelt, als auch unsere Retten.< fügte Takuya hinzu. >Aber glaubt ihr, das ihr das Böse für immer besiegen könnt?< wollte ihr Vater wissen. Die Kinder sahen ihn bestürzt an. >Denkt an das Sprichwort: ‚Wo es Licht gibt, gibt es auch Schatten.‘< sagte Herr Yô. >Du willst damit sagen, das der Schatten nie ganz verschwindet?< meinte Misaki. >Genau, er wird immer wieder kommen, solang es Licht gibt.< erwiderte ihr Vater. >Dann werden wir es immer wieder bekämpfen!< mischte sich nun Sakura ein. Misaki und Takuya sahen sie an und nickten dann. >Genau! Sakura-chan hat Recht. Wenn das Böse kommt werden wir es vertreiben und wenn es immer wieder kommt... < - >... dann werden wir es auch immer und immer wieder bekämpfen! Wir haben es unseren Freunden versprochen!< sagten Takuya und Misaki. >Für unsere Freunde! Die Digimon! Sie verlassen sich auf uns!!< sagten nun alle drei gleichzeitig. >Okay. Ich lasse euch gehen. Agumon, Gatomon? Ich werde es euch nie verzeihen, sollte meinen Kindern etwas passieren!< sagte Herr Yô und sah die beiden Digimon ernst an und lächelte dann seine Kinder an. Seine Frau sah ihn geschockt an, doch sie merkte, das es im verdammt schwer gefallen sein muss, dies zu sagen. Seine Kinder und auch Sakura freuten sich riesig darüber. >Und jetzt lasst uns Verena suchen!!< meinte Gatomon ernst. >Verena? Was ist mit ihr?< wollte Frau Yô wissen. >Ihre Eltern hatten nicht so viel Verständnis und wollten sie einsperren, daraufhin ist sie abgehauen!< sagte Misaki schnell. >Geht ihr eure Freundin suchen und wir gehen zu den Mikawas! Wir werden mit ihnen reden.< sagte Frau Zephir. >Danke Mama. Wir suchen Verena und gehen dann zum verlassenen Haus. Wir müssen zurück in die Digiwelt.< erwiderte Sakura. Sie erklärte ihrer Mutter, wo das Haus ist und machte sich dann mit ihren Freunden auf den Weg.

>Hoffentlich ist DemiDevimon noch dort!< sagte Sakura während sie Richtung Innenstadt rannten. >Keine Sorge, Akko meinte, sie hätte ihn dabei.< antwortete ihr Misaki.

Wo werden sie Verena finden?
Und werden ihre Eltern doch noch Verständnis haben?
Oder gehen sie im Streit auseinander?
Eins steht jedoch fest: Sie gehen in die Digiwelt, ob es jemanden stört oder nicht.